Zirkus ABSoluti
Zirkusprojekt „ABSoluti“ an der Alexander-Behm-Schule

- Feuerspucker [Album ansehen]
„Seid ihr alle da?“ „Ja!“ „Seid ihr alle gut drauf?“ „Ja!“ „Dann wünsche ich euch viel Spaß und gute Unterhaltung!“, so erklang die Stimme des kleinsten und wohl jüngsten Zirkusdirektors in der Tarper Zirkusmanege.
Am Montagmorgen, dem 5. Oktober 2009 eröffnete der dreijährige Antony Sperlich die Vorstellung der Lehrer (der Klassen 6 bis 10) und damit auch die zweite Woche des Zirkusprojektes „ABSoluti“. Zum Auftakt der Vorstellung stimmte die Familie Sperlich mit eigenen Darbietungen auf die folgenden 90 Minuten ein. Die Schüler der Klassen sechs bis zehn waren überwältigt von dem was ihre Lehrer in nur vier Stunden alles zuvor gelernt hatten. Bewunderung riefen vor allem die Lehrer auf dem Nagelbrett hervor ebenso wie die Lehrkräfte, die die Akrobatiknummer einstudiert hatten. Allerdings fiel der Applaus nicht gerade üppig aus, da alle Schüler noch etwas skeptisch und schüchtern waren. Zirkusdirektor Gerhard Sperlich nahm es jedoch mit Humor: „Wenigstens sind sie ruhig und den Rest bekommen wir schon hin.“
Nach der Lehrervorstellung begrüßte Zirkusdirektor Gerhard Sperlich die Schüler und stimmte sie auf die kommende Woche ein. Gleich im Anschluss begannen auch schon die Proben für die folgenden Vorstellungen. Zu Beginn wirkte das Ganze ziemlich chaotisch, aber nach kurzer Zeit hatten sich alle aufeinander eingestellt und es lief reibungslos. Eltern, Schüler und Lehrer ließen sich vom Zirkusfieber gleichermaßen anstecken, obwohl das Projekt vorher von einigen Kritikern als Unfug abgetan wurde.
Um 10 Uhr begann das tägliche Training für die 320 Schüler. Es gab eine große Auswahl an Darbietungen, die von der Artistenfamilie Sperlich, vielen Lehrern und freiwilligen Helfern begleitet wurden. So übten die Schüler in verschiedenen Gruppen. Alles war dabei: Akrobatik, Clownerie, Pferde- und Taubendressur, sogar Zauberei. Bei den Mädchen war die Akrobatik sehr beliebt, da diese von Enrico Slepitschka, dem Beau des Circus Sperlich, betreut wurde.
Nach nur insgesamt 6 ½ Stunden Training feierten die Schüler am Mittwochabend die erste glanzvolle Premiere. In kurzer Zeit hatten sie ein buntes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Dies wäre aber ohne die vielen Helfer hinter den Kulissen gar nicht möglich gewesen. Viele Hände packten beim Auf- und Abbau, im Catering, in der Tierpflege oder als Helfer für die Artisten tatkräftig mit an.
Das Projekt wurde begeistert angenommen, die Abendvorstellungen waren restlos ausverkauft und selbst die Vorstellungen am Vormittag bis auf den letzten Platz belegt.
Den Schülern war der Spaß an ihren Darbietungen in der Manege sichtlich anzusehen und es dauerte nur wenige Minuten, da sprang der Funke der Begeisterung zum Publikum über. Kristina Böhm (10b) sprach nach einer Vorstellung wohl allen Artisten aus dem Herzen: „ Es ist einfach ein super Gefühl in der Manege zu stehen.“
2013 kommt die Zirkusfamilie wieder – so viel steht jetzt schon fest. Dann schallt es wieder durch die Manege: „Seid ihr alle da?“ „Jaaaaaaaaaaaaaa!“
Kira Mantzel, R10c