Berufeparcours

Der Berufe-Parcours als selbst organisierte Berufswahlmesse wurde 2008 an der Alexander-Behm-Schule ins Leben gerufen und hat sich in einem zweijährigen Rhythmus etabliert. Ziel ist die Vermittlung von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen und ein Einblick in die Berufspraxis. Die Zahl der teilnehmenden Betriebe ist 2016 auf 23 gewachsen, wobei die Bandbreite der Berufsfelder stetig zunimmt. Parallel zum Parcours in der Treenehalle finden Workshops der Aussteller statt, sodass der Schulvormittag für die Schüler der 7. bis 10. Klassen an diesem Tag rund um die Berufsorientierung gefüllt ist.

 

Berufe-Parcours 2016

Von 23 Gewerbebetrieben waren 80 Mitarbeiter in die Treenehalle II der Alexander-Behm-Schule gekommen, um sich den Schülern der siebten bis 10. Klassen und des Berufsbildungszentrums zu zeigen, um Perspektiven zu geben, um Schülern auf dem Weg in die Berufsfindung zu helfen. Aus 12 Klassen kamen so 250 Schüler für einen ganzen Vormittag jeweils für 90 Minuten in Gespräche, mussten nachfragen und sich Notizen machen. Am Ende wird der Fragboten ausgewertet und später das Wissen vertieft.

Der Lehrer Elmar Misch ist Organisator und Koordinator. Er freut sich, das so viel unterschiedliche Berufsgruppen an diesem „Berufe-Parcours“ teilnehmen. „Wir haben alles vom Steuerfachberater über Banken und Sparkassen, die Pflege von der Diako, Ergotherapie, Hörgeräte und natürlich ach Handwerksbetriebe vom Landmaschinenhandel, Edelstahlverarbeitung und auch Trixie dabei“, erklärt er. Die Betriebe kommen aus dem Amtsbereich des Amtes Oeversee, aus Schleswig oder wie die Stadtwerke aus Flensburg. Häufig waren die Erklärenden noch im letzten Jahr Schüler der ABS gewesen.

Interessiert knien Sarah, Donika, Pia und Lies vor dem Stand der Diakonissenanstalt Flensburg. Hier erklärt Lasse Mohr, Auszubildender des 1. Lehrjahres, die Geräte und Methoden bei und für Operationen. Sein Berufsziel ist „Operationstechnischer Angestellter“. Er lernt in der Diako, findet den Beruf „total Cool“ und erklärt auch, dass es eine ganz junge Berufsausbildungssparte ist. Die vier Mädchen des neunten Jahrgangs haben für sich selbst „noch keine Ahnung“, was sie mal werden wollen. „Aber heute hilft schon ein bisschen“, sagen sie.

Es knackt und zischt an einem Stand der Flensburger Stadtwerke. Hier stehen Tjörge, Nico, Melvin, ebenfalls aus der neunten Klasse, vor dem Modell einer Umspannstation. Sie werden eingewiesen von Kim Kurrat und Björn Bastian, die im ersten Lehrjahr sind und die ABS bis vor vier Monaten besucht hatten. Gerne geben sie ihre bereits erworbenen Kenntnisse weiter. Aber Tjorge hat seinen Berufswunsch bereits fixiert, er will Landmaschinenmechaniker werden. Nico leibäugelt mit dem Elektriker und Melvin wird wohl eine Ausbildung im Einzelhandel anstreben.

Die meisten Schüler finden Berufe-Parcours, dieser findet alle zwei Jahre und jetzt bereits zum fünften Mal statt, richtig gut. Da fällt es für Elmar Misch nicht besonders ins Gewicht, dass zwei „ältere Damen“ aus dem 10. Jahrgang in der Ecke entspannt auf der Matte liegen und sich erholen.

 

 

Berufe-Parcours 2014

Dass Schule nicht nur Lernen sondern auch Orientierung bedeutet zeigte sich beim sechsten Berufeparcours der Alexander-Behm-Schule in Tarp. 23 Betriebe aus Nah und auch etwas entfernt stellten sich in der Treenehalle vor. Die Schüler der siebten bis 10. Klassen der Gemeinschaftsschule und der 11. Klasse des Berufsbildungszentrums zeigten sich stark interessiert, stellten Fragen und versuchten sich an den Ständen. Es waren Firmen aus Gewerbe, Handwerk, Dienstleistung und dem Pflegebereich vertreten. Ergänzt wurden die Ausstellungen der Stände durch Workshops einiger Betriebe mit Themen rund um den Berufseinstieg.

Der Koordinator der Gemeinschaftsschule Elmer Misch hatte seit dem Frühjahr für die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung bei den Firmen geworben. Der Schwerpunkt lag im regionalen Bereich, aber auch Großbetriebe wie die Bundeswehr, die Flensburger Schiffbau Gesellschaft (FSG) oder die Stadtwerke waren vertreten. Hier konnten die Schüler handlungsorientiert Abläufe erleben. Es wurde eingegipst oder geschweißt, die Fenster geputzt oder bei einer aufgebauten Minifirma vom Kleintierbedarf Trixie der Arbeitsablauf vom Zusammenstellen einer Bestellung, dem Einpacken, Versenden bis hin zur Rechnung schreiben alles erlebt.

Nun folgt in den nächsten Tagen die Nacharbeit. Im Weltkundeunterricht werden die ausgegebenen und von den Schülern ausgefüllten Fragezettel ausgewertet. Diese sind altersgerecht aufgebaut. Die Siebtklässler haben mehr probiert, die älteren Jahrgänge haben sich bereits über konkrete Ausbildungsangebote informiert. Für einige Handwerksbetriebe war es ein gutes Pflaster, um sich für Schüler zu zeigen, um später einen Auszubildenden zu bekommen.

Für Elmer Misch ist dieser Schultag ein „lohnenswerter Tag, der nachhaltige Wirkung auf die Schüler zeigt“. Auch die enge Verzahnung zwischen Schule und Gewerbebetrieben sei hilfreich. „So können wir regelmäßig für alle unsere Schüler gewünschte Praktikumsplätze in Zusammenarbeit mit den Firmen finden“. Er erinnert sich an den Berufeparcours vor zwei Jahren: „Da sagten mir die Schüler, dass sie Berufsbilder gesehen und für sich gefunden hätten, die sie vorher nicht in Betracht gezogen hatten“.

Auch die Schüler nahmen diese 90 Schulminuten gerne an. Sechstklässler lugten neugierig um die Ecke: „Dürfen wir auch reinkommen?“ so die Fragen. Nein, sie sind erst in zwei Jahren an der Reihe.