Chemie Sek1

Der Chemieunterricht startet in Klassenstufe 8 nach einer Einführung in die Arbeitssicherheit mit einer Unterrichtsstunde pro Woche. Basis des Unterrichts sind die aktuellen Fachanforderungen des Landes Schleswig-Holstein. Grundlegende Kenntnisse über die Verwendung von Laborgeräten werden beim Experimentieren angewendet. Einfache chemische Reaktionen leiten zu dem Themen der Klassenstufe 9 weiter. Hier stehen zwei Unterrichtsstunden auf dem Stundenplan mit den Schwerpunkten Atombau, Säuren, Laugen und Salze. Ebenfalls zwei Stunden stehen in der zehnten Klasse mit Themen aus der organischen Chemie zur Verfügung. Das Experimentieren hat neben der theoretischen Wissensvermittlung seinen Stellenwert.

 

  •  chemisches Fachwissen systematisch aufbauen
  • Phänomene, Begriffe und Gesetzmäßigkeiten den Basiskonzepten zuordnen
  • Anwendung von Fachwissen zur Bearbeitung fachlicher Aufgaben undProbleme
  • naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen erkennen und anwenden
  • Untersuchungsmethoden, Modelle und Theorien nutzen
  • fachbezogene Lösungsstrategien entwickeln
  • die Bedeutung von Experimenten, Modellen und Theorien erfassen
  • Informationsquellen kritisch auswählen
  • Informationen sach- und fachbezogen erschließen
  • sachgerecht argumentieren
  • Fachsprache kompetent nutzen
  • Präsentationsformen adressatengerecht auswählen und verwenden
  • die gesellschaftliche Bedeutung der Chemie und der Naturwissenschaften erfassen
  • chemische bzw. naturwissenschaftliche Sachverhalte in verschiedenen Kontexten sachgerecht beurteilen
  • chemische bzw. naturwissenschaftliche Kenntnisse
  • nutzen, um reflektierte Entscheidungen zu treffen

 

Die Chemie stellt als Basis der Ernährungssicherung, der Energieversorgung, der Werkstoffproduktion, der Pharmazie, der Informationstechnologie sowie der Bio- und Gentechnik eine wesentliche Säule unserer Zivilisation dar. Sie liefert mithin die Grundlage für eine Fülle technischer und wirtschaftlicher Entwicklungen, etwa in der Genom- und Poteomforschung, aber auch in den immer wichtiger werdenden Querschnittswissenschaften wie der Bionik, der Chemieinformatik oder der molekularen Medizin.

 

Beitrag zur Allgemeinbildung und Persönlichkeitsentwicklung

Neben der Förderung des abstrakten Denkens mit Hilfe von Modellvorstellungen, etwa durch die Unterscheidung von Stoff- und Teilchenebene, kann im Rahmen von praktischen Experimentier-Übungen auch die Selbstkompetenz gestärkt werden. Ein weiteres Ziel ist die Erkenntnis, dass ein weit verbreitetes Vorurteil - nämlich dass alles "biologische" auch immer gut bzw. gesund sei, und dass im Umkehrschluss alles "chemische" immer schlecht bzw. schädlich sein müsse - schlichtweg unsinnig ist, und es hier einer weitaus differenzierteren Perpektive bedarf, als es uns etwa von der Werbung aber auch von verschiedenen Lobby-Verbänden vorgegaukelt wird.

 

Inhalte

Die klar strukturierten, fachwissenschaftlich orientierten Inhalte ermöglichen ein tiefergehendes Verständnis von Alltagsphänomenen und auch hier ist, genau wie in der Biologie, die zugrundeliegende Methodik ausschlaggebend. Neben dem Struktur-Eigenschafts-Konzept stehen hier die Handlungs- und Beurteilungskompetenz im Vordergrund.

Das ausführliche Fachprofil und den Fachlehrplan geordnet nach Jahrgangsstufen findet man beim Staatsinstitut für Bildungsforschung (ISB)