Forschen mit Fred

Unter verschiedenen Transitionsaspekten (Übergang Kita/Grundschule) wurde das Transitionsteilkonzept „Forschen mit Fred“ entwickelt. Darüber hinaus wurde in diesem Konzept auch die Besonderheit der Alexander-Behm-Schule berücksichtigt, die sich für die Förderung der MINT-Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler einsetzt.

Das Material, mit dem in den Stunden zu „Forschen mit Fred“ gearbeitet wird, ist aus der gleichnamigen Reihe des Finkenverlags. Dort wird das Forschen und Experimentieren in einen ganzheitlichen und kindgemäßen Rahmen gestellt. Es verbindet naturwissenschaftliche Bildung mit fantasievollen Geschichten, die die Kinder in Phänomene der unbelebten Natur einführt. Jede Geschichte endet mit einer Problemstellung, zu der die Kinder Lösungsansätze entwickeln können. Ob ihre Ideen Fred der Ameise helfen könnten, wird im anschließenden Experiment überprüft. Neben einem kindgerechten Wissenserwerb im Bereich der Chemie und Physik, werden auch sprachliche Fertigkeiten sowie Sozial- und Selbstkompetenzen weiter ausgebaut.

Zeitnah nach den Sommerferien gehen die jeweiligen Projektverantwortlichen für eine gemeinsame Jahresterminplanung auf die Kollegen in den Kindertagesstätten zu. An der Überlegung, die zukünftigen Klassenlehrer einzusetzen, ist insofern festzuhalten, da sich die Forscherstunden als Diagnostikmöglichkeit nutzen lassen und auch schon eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut werden kann, die den späteren Übertritt in Grundschule schonend vorbereitet. Die Erfahrungen aus dem ersten Durchgang haben jedoch auch aufgezeigt, dass sich Personalien nicht vollständig planen lassen können.

Die Projektverantwortlichen besuchen sofern gewünscht die Maxielternabende in unseren vier Kindertagesstätten, um einen Erstkontakt zu den Eltern herzustellen und um über das Transitionsteilkonzept „Forschen mit Fred“ zu informieren. Auf diese Weise signalisiert unsere Schule zum einen ihre Bereitschaft, transparent zu arbeiten und zum anderen unterstützt sie die Kitaeltern auf ihrem Weg Schulkindeltern zu werden, indem die Projektverantwortlichen sich ihrer Fragen annehmen und ggf. Sorgen ausräumen können.

Die Zusammensetzung der Forschergruppen ist abhängig von der Schülerzahl zukünftiger Erstklässler und ist gemeinsam mit den Kollegen der Kindertagesstätten einzuteilen.

Um den Kindern eine regelmäßige Teilnahme an den Schulbesuchen zu ermöglichen, ist ein Bustransfer obligatorisch.

Im Zeitfenster von den Sommerferien bis zu den Herbstferien besuchen die Projektverantwortlichen die zukünftigen Erstklässler in ihren Einrichtungen. Diese Besuche finden in der Schulstunde statt, in der die Kinder nach den Herbstferien die Schule besuchen.

Für die Forscherstunden in der Schule reisen bis zu 30 Kinder mit 2-4 Erziehern an, die nach einer gemeinsamen Begrüßung in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Diese Gruppen sollen in der Zusammensetzung nach einigen Wochen variieren, um den Beziehungsaufbau zu möglichst vielen Kindern anderer Einrichtungen und beiden Lehrkräften zu ermöglichen. Die Lerngruppe von maximal 15 Kindern bietet darüber hinaus eine gute Diagnosemöglichkeit von der sowohl die Kinder als auch die Lehrer gleichermaßen profitieren. Am Ende einer jeden Forscherstunde steht ein gemeinsamer Abschluss. Es besteht für die Kinder und ihre Erzieher die Möglichkeit, im Raum zu verbleiben und gemeinsam zu frühstücken, bevor sie mit dem Bus zurück in ihre Einrichtungen gebracht werden.

Die Forscherstunden münden in der Verleihung eines Forscherdiploms, welches den Kindern in einem feierlichen Rahmen überreicht wird. Zu diesem Anlass werden auch die Eltern der Kinder mit in die Schule eingeladen. Der Termin ist in der gemeinsamen Jahresplanung bereits fixiert und allen beteiligten Einrichtungen bekannt.

 

Vorstellen der Schule

Die Woche nach der Verleihung des Forscherdiploms wird zum Kennenlernen der Schule genutzt. Nach Absprache mit den Verantwortlichen werden den Kindern ihr zukünftiger Klassenraum, der Hort und die Mensa gezeigt. Auch die Sporthalle und der Pausenhof dürfen von den Kindern in Augenschein genommen werden. Teambildende Spiele unterstützen in dieser Besuchsstunde die zukünftigen Erstklässler im Beziehungsaufbau zu ihren Mitschülern und helfen Sorgen und Ängste im Hinblick auf die nahende Einschulung und ihre neue Lerngruppe abzubauen.