Europa macht Schule - Holly McCamant stellt ihre Heimat Amerika vor

24.01.2018

Da kommt eine 19jährige Studentin in die 10. Klasse der Alexander-Behm-Schule in den Englischunterricht, zeigt bei einer umfangreichen Präsentation auf einer ganz modernen Lerntafel Fotos und erklärt den Schülern, wie Amerika tickt. Mit dabei Reporter vom Deutschlandfunk, dem NDR und regionaler Zeitungen. Für die Schülerinnen und Schüler ein aufregender Besuch.

Holly McCamant kommt aus Minnesota, war ein Jahr Austauschschülerin in Dänemark und studiert nun an der Europa-Universität Flensburg den Bachelorstudiengang „European Cultes and Society“. Sie macht mit beim Programm „Europa macht Schule“ des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. In diesem Programm gestalten Gaststudierende aus den Ländern Europas ein Projekt in deutschen Schulklassen. Dass die Amerikanerin Holly bei diesem Programm mitmachen durfte, war eine Ausnahme – der jungen Studentin war es so wichtig, ihr Land in Zeiten Donald Trumps vorstellen zu dürfen, dass sie sich beim DAAD eine Ausnahmeregelung organisiert hat. Holly McCamant ist so eine von 10 Studierenden aus acht Ländern, die sich in diesem Jahr bei „Europa macht Schule“ beteiligen.

Aufmerksam hörten die Schüler zu, wie die19Jährige klug und engagiert gängige Klischees über Amerika aufzeigte. Etwa dass Amerikaner nur Fastfood äßen, fett und radikal religiös seien und Waffen liebten. Einiges sei richtig, sagte Holly, anderes stimme nicht. So verhielte es sich eben mit Klischees, sie seien nicht vollständig wahr.

Die Deutschen, sagte Holly, stellten ihr immer die Frage, warum ein Mann wie Trump überhaupt gewählt werden konnte. Eine erschöpfende Antwort konnte Holly, die bekennende Anhängerin von Hillary Clinton ist, auch nicht geben. Sie erklärte die Wahl mit der amerikanischen Kultur, die den Deutschen sehr fremd sei.

Die dicht gedrängten Informationen im schnellen amerikanischen Englisch waren für die Schülerinnen und Schüler der 10a schwere Kost. Englischlehrerin Kerstin Sommerfeldt, die das Projekt „Europa macht Schule“ betreut, hatte das geahnt. Aber auch, dass sie viel lernen würden– etwa dass das Gesundheitssystem in den USA sehr teuer ist. Fragen auf Englisch zu stellen, trauten sich nur einige. Eine US-Bürgerin im Klassenzimmer fanden sie aber doch aufregend – „welcome (to) Holly(wood)“ hatten sie an die Tür geschrieben.

Hier der Beitrag aus dem Deutschlandradio (externer Link)

Hier der Beitrag vom NDR: 

Fotos: Die Studentin Holly McCamant stellt die USA, ihr Heimatland“ den Schülern der 10. Klasse an der ABS-Schule im Englischunterricht vor.

Die Schüler der 10. Klasse mit der Studentin Holly McCamant

Vorbesprechung mit den Medien, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Norddeutscher Rundfunk und Deutschlandradio.