Informationen - Rahmenbedingungen für die Busbeförderung

28.04.2020

Da Schulunterricht und Busbeförderung eng miteinander zusammenhängen, möchten wir, der Kreis schleswig-Flensburg, Sie darüber informieren, ohne dem Konzept der Kultusministerkonferenz oder den Entscheidungen auf Landesebene vorgreifen zu wollen, wie sich die Situation aus Sicht der Busunternehmen darstellt:

  • Es wird der komplett reguläre Fahrplan gefahren.
  • Die Fahrerbereiche in den Bussen sind durch eine deutlich sichtbare Abtrennung für Fahrgäste bis zur Sitzreihe 2 gesperrt. Die vordere Tür wird somit nicht zum Ein- und Ausstieg für Fahrgäste geöffnet. Fahrkarten sind derzeit nur im Vorverkauf erhältlich. Die Fahrkartenpflicht besteht aber grundsätzlich.
  • Die offizielle Abstandsregeln gilt auch in den Bussen. Dadurch können pro Fahrzeug nur ca. 25% der normalen Fahrgastkapazität befördert werden.
  • Zudem gelten in den Bussen die allgemein gültigen Hygienevorschriften sowie die Pflicht zum Tragen einer einfachen Mund-Nase-Maske (ab 29.04.2020).
  • Die Fahrpersonalsituation ist bei den Verkehrsunternehmen z.T. angespannt, weswegen nur sehr wenig Fahrpersonal im Überhang vorhanden ist. Zum Teil wurde bereits auf Fahrpersonal von Reisebusunternehmen leihweise oder durch Übernahmen zurückgegriffen.
  • Aufgrund dieser Rahmenbedingungen kann die Beförderung der Schüler*innen aus Sicht der Busunternehmen kurzfristig nur folgendermaßen gewährleistet werden:
    • Fahrten nur zu den planmäßigen Zeiten; Samstags keine oder möglicherweise nur vereinzelt zusätzliche Fahrten.
    • Ausdünnung der Kapazitäten durch tageweise Staffelung der Klassen oder Klassengrößen, so dass zum Unterricht nur ca. 25% der Fahrschüler eines Schulstandortes kommen; bei Schulstandorten mit mehreren Schulen besteht hinsichtlich der Anzahlen Abstimmungsbedarf.
    • Bei festgestellten Kapazitätsengpässen (durch Fahrpersonal und durch Kontrolle an den Schulen) muss eine Abstimmung über Möglichkeiten zusätzlicher Kapazitäten erfolgen.
  • Ob und welche Planungsunterstützungen von unserer Seite für die Schulen bereitgestellt werden können, wird derzeit geprüft.
  • Konzepte die einen anderen als den heutigen Fahrplan bedingen, müssten zunächst unternehmensseitig hinsichtlich Umsetzbarkeit und Finanzierbarkeit geplant werden. Die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung einer solchen Neuplanung noch deutlich vor dem 26.06.2020 wird jedoch als eher gering eingeschätzt.

Zunächst müssen wir alle abwarten, was als Konzept/ Vorgabe auf Landesebene herauskommt. In jedem Fall werden wir einen erhöhten Abstimmungsbedarf miteinander haben und auf diesem Wege versuchen, die Situation zu bewältigen.